Fiete in Love (Teil 4)

 

Ein neuer Tag, ein neuer Schrecken am Morgen. Ob sich Fiete jemals daran gewöhnen wird, dass er von furchterregendem Ungeziefer aus dem Schlaf gerissen wird? Heute sind es wieder Bienen, die ihn aus seinem Schlaf-Unterstand treiben

Fietes Laune bessert sich jedoch sofort, als er Lani, die wunderschöne Lani erblickt. Lani hat Fiete etwas mitgebracht. Eine Überraschung, die ihm sein Leben erleichtern soll. Fiete ist gespannt. Ist es vielleicht ein Computer mit Buchhaltungsprogramm? Oder eine Rechenmaschine?

Huch? Aber was ist das denn? Noch mehr von diesen Viechern? In einer Kiste in konzentrierter Form? Mach um Himmelswillen diese Kiste zu! Da hat’s lebendige Bienen drin, ruft er ihr zu. Aber Lani erklärt ihm die Funktion eines Bienenstockes und dass die Bienen nun ein Zuhause hätten und nicht mehr in seinem Schlafraum herumsummen müssten. Und dass sie sogar feinen, süssen Honig produzieren würden. Fiete ist kritisch, aber er vertraut Lani vorerst

Durch Lani sieht er die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen und ist viel weniger ängstlich. Er traut sich mit ihr sogar ins tiefe Wasser

Zusammen erkunden sie das Korallenriff und haben viel Spass dabei

Lani bringt Fiete sogar bei, wie man sich auf dem Rücken treiben lassen kann. Das Wasser in den Ohren ekelt ihn zwar etwas, aber er lässt sich nichts anmerken

Nach der fröhlichen Planscherei wärmen sie sich am warmen Sandstrand auf. Fiete schläft sofort ein. Kein Wunder, nach diesen schrecklichen Nächten

Nachdem er aufgewacht ist, findet er Lani inmitten ihren Freunden

Er betrachtet sie aus der Ferne, wie sie fröhlich mit den andern lacht

Und da fängt in Fiete alles zu kribbeln an. Erst fürchtet er einen erneuten Bienenschwarm, aber er sieht weit und breit keine einzige Biene. Dieses Kribbeln kommt aus seinem Bauch! Wie ein ganzer Schmetterlingsschwarm fühlt es sich an. Fiete wird ganz warm

Er schwimmt zu seiner Lani und stammelt etwas von Schmetterlingen und Hitzegefühlen

Lani meint daraufhin, er hätte wohl etwas viel Wasser geschluckt und sie würden besser an Land etwas ausruhen 

Ausgeruht wird allerdings nicht lange, denn Lani möchte mit Fiete eine Sandburg bauen

Für Fiete ist das alles Neuland. Mit Sand spielen, bauen ohne Plan und Statikberechnungen. Aber Lanis Fröhlichkeit steckt ihn richtig an

Noch lieber, als selber zu bauen, schaut er allerdings seiner Lani zu

Dann meint Lani, sie seien fertig. Fiete kann keine Sandburg erkennen, nur ein sonderbares Monster. Glücklicherweise hat es auf seiner Insel keine solch grässlichen Kreaturen!

Aber wenn Fiete in Lanis Augen blickt, vergisst er sowieso alles rundherum

Am Abend sitzen die beiden vor ihrem selbst gekochtem Abendessen. Fiete hat sich nie glücklicher gefühlt. Ganz verzückt kaut er auf dem Hamburger rum und überlegt, wie er am besten seine nächste Frage formulieren könnte, die im seit längerem auf dem Herzen liegt

Ähm Lani, möchtest du vielleicht, ich meine, weisst du, immer hierhin schwimmen am Morgen, ist doch unnötig, du könntest, ähm, hier, vielleicht, oder nicht? 

Fiete, möchtest du mich vielleicht fragen, ob ich hier wohnen möchte? Ja genau, das war es, was er eigentlich hatte fragen wollen

Ich würde sehr gerne bei dir wohnen, aber du hast ja gar kein Platz für mich, antwortet Lani. Ich schlafe lieber im Meer, als auf dem Sand, weisst du

Aber Fiete hat sich da schon etwas überlegt. Er würde Lani ein Häuschen direkt am Meer bauen. Ob das für sie eine Option wäre? Ein eigenes Häuschen für mich, fragt sie begeistert?

Natürlich würde ich sehr gerne in einem Häuschen am Meer auf deiner Insel wohnen!

Am nächsten Morgen trommelt Fiete seine Freunde zusammen und erklärt, dass er Lani ein Häuschen bauen will, damit sie bei ihm wohnt

Fiete stellt sich sogleich an seine Werkbank

Er baut einen Barhocker. Du hast mir einen Barhocker gebaut, fragt Lani belustigt. Ähm, wie lieb von dir, aber kannst du vielleicht auch ein Bett bauen?

Ein Bett? Hm, mal überlegen und rechnen. Länge mal Breite und die Höhe dazu…Er zimmert weiter, aber was dabei rauskommt ist irgendwie ein komisches Bett. Er beschliesst dieses “Bett” als Pflanzkiste zu benutzen

Am Abend aber haben die drei Freunde tatsächlich ein kleines Häuschen am Meer fertig gebaut

Stolz präsentieren sie es Lani und sie testet sogleich das neue Bett, das dann schlussendlich doch noch recht passabel ausschaute

In weiteren Bauetappen entstehen sogar noch weitere solche Häuschen. Fiete fragt sich zwar wozu, da er ja kein Hotel, sondern ein Gourmet-Tempel errichten will. Aber er lässt seine Freunde mal machen. Fleissige Helfer soll man nicht aufhalten

Lani war unterdessen nicht untätig. Sie hatte Fiete neue Vorhänge für seinen Schlaf-Unterstand genäht

Fiete ist ganz begeistert von Lanis hausfraulichen Talenten. Abends hängt sogar frisch gewaschene Wäsche an der Leine und weitere Häuschen sind lieblich dekoriert. Lani ist ganz erledigt von der vielen geleisteten Arbeit und legt sich auf einen der neuen Liegestühlen

Sie schläft innert Sekunden ein. Fiete schaut sie voller Liebe an. Liebe und noch etwas anderes regen sich in ihm. Er spürt die Hitze wieder in sich aufsteigen, wo er Lani, so entspannt in ihrem süssen Bikini schlafend, betrachtet. Das sind nicht mehr nur leise flatternde Schmetterlinge – Lani weckt förmlich den Tiger in ihm…

 

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