Mina macht Party – Teil 4

Am nächsten Morgen:
Was sieht denn mein geschultes Adlerauge dort? Ich habe Post!

Yay! Das ist bestimmt Post von meinen Tanten! Ich habe nämlich schon ewig nichts mehr von denen gehört. Bestimmt ein Unterstützungs-Scheck, den könnte ich gerade super gebrauchen.

Jaaaa! Juhui, 167 Simoleons!! Aber WAS??? ICH muss das bezahlen?? Ich dachte, ich bekomme die geschenkt, nicht umgekehrt! Wo soll ich denn bitteschön 167 Simoleons hernehmen?

Na gut, hier, dann nehmt halt mein sauer verdientes Geld. Abzocke ist das, echt!
Während ich mich noch in Selbstmitleid suhle, werde ich plötzlich von hinten angeknurrt. Erst dachte ich, das sei mein schon wieder hungriger Magen, aber nein, als ich mich umdrehe steht da ein zähnefletschender Monsterhund, der mich stark an den Köter aus Stephen King’s Horrorfilm erinnert

Ich merke aber schnell (dank Hundepsychologie auf RTL), das ist alles nur Fassade. Unsicherheit pur. Eigentlich ist das knurrende Hundchen genauso allein auf der Welt wie ich. Ich nähere mich ihm, der sich später als sie herausstellt, vorsichtig und lasse ihn mich beschnüffeln. Ich denke rückblickend, es half die Freundschaft zu beschleunigen, dass ich noch zwei Lachse und drei Goldfische in der Hosentasche hatte

Und so entsteht zwischen Juno und mir eine Freundschaft für’s Leben

Am Abend startet dann endlich meine Hauseinweihungsparty. Vorbereiten konnte ich nicht soviel – eigentlich gar nichts. Zu essen habe ich nichts mehr, Stühle habe ich ja auch nur zwei. Ein Radio habe ich, welches ich wenigstens auf volle Lautstärke aufdrehe. Meine wenigen Party-Besucher sind schnell Feuer und Flamme. Etwas zu schnell…

Hannah steht in Flammen! Ich greife zwar sofort beherzt zum Feuerlöscher, der mir wie aus dem Nichts zur Hand ist und kann schlimmeres verhindern. Hannah scheint ein Schock zu haben, denn sie setzt sich sogleich auf den Boden und macht Sit-Ups ohne Ende. Die Arme… Total verwirrt und hinüber… Und so kommt es, wie es kommen muss – Die Leute ziehen ab und das war die schlechteste Party ever EVER!

Am nächsten Morgen kommt Lilja vorbei. Beste Freundin, die sie ist, ahnt sie in welcher grauenhaften Stimmung ich heute bin und versucht mich zu trösten

Es ist so, meint sie, wenn man vom Pferd falle, steige man am besten gleich wieder auf. Welches Pferd, frage ich? Das ist eine Metapher, erklärt sie. Am besten gäbe ich gleich nochmal eine Party. Diesmal die geilste Party überhaupt

Ich habe die Nase voll von Partys und lasse sie einfach stehen. Ich habe wichtigeres zu tun. Das Unkraut ruft.

Erst schaut Lilja bedeppert rein, aber dann beschliesst sie mir zu helfen. Sie packt ihren Laubsauger aus der Rocktasche und saugt das Unkraut ratzfatz auf. Kann man… Muss man aber nicht…

Nach getaner Arbeit versucht sie mir nochmals ihren Party-Plan schmackhaft zu machen.

Plötzlich realisiere ich, dass ich ja in zwei Tagen Geburtstag habe. Wenn das kein Grund für eine Party ist? Dann weiss ich auch nicht. Die langersehnte Volljährigkeit! Ich darf/muss endlich arbeiten gehen. Habe noch mehr Rechnungen. Werde schneller steinalt, als ich mich umblicken kann… Will ich das? Jaaa! Lass uns feiern! Aber Moment, da ist immer noch mein Geldproblem. Aber für Lilja existieren einfach keine Probleme, nur Lösungen. Sie schnappt sich mein Handy und ruft Yannick an. “Wir müssen Mina helfen schnell zu Geld zu kommen. Angeln? Gute Idee! Ok, in einer halben Stunde beim Schwimmbad, alles klar!”

Und so treffen wir uns bei einem kleinen Tümpel hinter dem Schwimmbad in Oasis Springs. Es ist wirklich erstaunlich, was für riesen Teile wir drei aus diesem kleinen Wasserloch fischen

Die Taschen voller Fische belohnen wir uns nach dieser schweisstreibenden Arbeit mit ein paar Würstchen vom Grill. Nein, keine Fischstäbchen, von Fischen habe ich für lange Zeit genug

Die Reste packen wir fein säuberlich in Lunchsäckchen ab. Für die Party-Verpflegung ist also auch schon gesorgt

Und schon ist soweit. Heute ist mein Geburtstag. Ich kratzte mein letztes Geld zusammen um mir einen Backofen zu kaufen. Und jetzt stehe ich vor meinem ersten selbstgebackenen Schoko-Kuchen. Ich brauche einiges an Überzeugungskraft, damit meine Leute nochmal einen Versuch wagen bei mir zu feiern. Aber schliesslich kann ich sie mit diesem nicht wirklich wohlriechendem und auch nicht gut aussehendem Kuchen herlocken

Ich habe mir zur Feier des Tages sogar eine Bar gekauft. Ich werde schliesslich 18, also her mit dem Zucker-Zunder

Leicht angeheitert tröte ich die Leute zusammen

und blase die Kerzen aus

Yay! Ich bin erwachsen! So fühlt sich das also an. Wow, es ist der Wahnsinn

Die Party ist der Brüller und wir tanzen den ganzen Abend

Später rufe ich Yannick in mein Häuschen. Ich muss ihm unbedingt etwas zeigen. Ich habe nämlich auf dem Flohmarkt ein Doppelbett erstanden.
Einer ersten gemeinsamen Nacht steht also nichts mehr im Weg. Das heisst, wären da nicht unsere Freunde, die irgendwie nicht mitbekommen, dass das jetzt genau unser Moment wäre…

Aber doch, doof sind sie ja nicht. Sie schleichen sich raus und lassen uns allein. Yannick zieht mich sogleich an sich und küsst mich inbrünstig. Er freue sich sehr über das Bett, flüstert er mir ins Ohr. Oh ja, mich überkommt auch eine unbändige Lust…

…eine unbändige Lust nach über dem Feuer gebratenen Marshmallows. Zu dritt setzen wir uns ans Feuer und lassen unsere Teenager-Zeit Revue passieren – was haben wir nicht alles erlebt…

Und so kommt der Moment, der Momente: Yannick kramt eine kleine Schmuckschatulle aus seiner Hosentasche und fragt mich, ob ich diese Freundschaftsringe mit ihm tauschen möchte. Natürlich will ich. Yannick freut sich riesig

und so streife ich ihm diesen riesen Klunker über den Ringfinger

Wir gestehen uns gegenseitig unsere grosse Liebe, knutschen noch eine Weile draussen rum und schliesslich sehen wir uns dieses neue Bett nochmal genauer an…….

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