Mina Minzblatt – Teil 2

Schule? Ich muss in die Schule??? Ver….. nochmal! Wieso hat mir das niemand gesagt? Was wird nun aus meinem schönen Plan? Ich wollte doch diese Gitarre klauen und das grosse Geld machen. Aber nein! Ich muss in die Schule… Grrrrr… Na, wenigstens gibt’s dort Mittagessen umsonst! Pfff!!

Ich bin echt erledigt! Den ganzen Tag rumhocken und zuhören. Was interessiert mich der selvadoradische Bürgerkrieg von 1180? Ich habe Hunger! Ich muss schon wieder Pipi und ich bin müde. Noch nicht mal ein Zelt kann ich mir leisten, geschweige denn einen Kühlschrank. Ich will zu Nadine. Huhuhu… Ich würde sogar die Katzenhaare oder die Kackwindeln von Nita und Lisi in Kauf nehmen, aber wie sieht das denn aus, wenn ich nach einem Tag schon angekrochen komme? Nichts da, ich brauche einen Notfall-Plan!

Wie vom Himmel geschickt kommt die nette Valentina vorbei und sieht mir meine Verzweiflung direkt an.

Ich klage ihr mein Leid und sie gibt mir einen super Tipp. In einem der unbewohnten Häuschen neben der Bar von gestern, stehe eine Staffelei. ich soll doch mal mein Mal-Talent testen. Mit dem Verkauf von Bildern könne man so richtig Kohle scheffeln. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und ich mache mich sogleich an das Werk, das Traurige.

Das erste Bild lässt noch zu wünschen übrig, aber ich werde schnell besser und meine Kunst lässt sich bald sehen und sogar mit Gewinn verkaufen. Allerdings bin ich schon wieder todmüde und hungrig. Ich beschliesse wieder hier zu schlafen. Und morgen werde ich gleich weitermalen. Ach Mist, die blöde Schule! Und Hausaufgaben habe ich auch keine gemacht. Das Leben als Teenager ist echt schwer!

Am nächsten Tag erscheint mir meine Zukunft schon nicht mehr so düster. Die Lehrer loben mich. Sie seien ganz zufrieden mit meiner Leistung. Kein Wunder. Mit vollem Magen lässt sich leichter lernen und die Schul-Kantine ist gar nicht übel.

Zu Hause fasse ich einen neuen Plan. Auf den Kopf gefallen bin ich ja scheinbar nicht, also investiere ich meine Freizeit vielleicht besser in Bildung, als ins Gitarre-Spiel oder die Malerei. Also besuche ich eine Bibliothek

Hier regnet es in Strömen und beim Anblick des Sees vor mir und des Regens kommt mir eine neue Idee. Eigentlich wollte ich ja mal Angelprofi werden. Und habe ich nicht mal irgendwo gelesen, dass Fische bei Regen besser anbeissen? Sogleich mache ich mich auf zum See. Die Bildung kann warten, ich gehe jetzt erst mal angeln!

Na Petri heil! Mein Plan ist aufgegangen! Ich ziehe einen riesen Thunfisch aus dem See! Sind Thunfische nicht eigentlich Meeresfische? Na egal, ich mag sie in der Dose eh lieber. Apropos Dose. Mein Bauch knurrt schon wieder. Hat es in der Bibliothek vielleicht auch was zu essen? Dazu könne ich ein Angelbuch lesen oder… Ach Mist… Die Hausaufgaben sind immer noch nicht gemacht….

In der Bibliothek hat es tatsächlich einen vollen Kühlschrank und während dem Essen und dem Hausaufgaben machen, freunde ich mich gleich auch noch mit Lilja an

Zuhause, mittlerweile nenne ich die Bar schon so, suche ich mir mal ein anderes Bett, damit niemandem auffällt, dass ich hier sozusagen eingezogen bin. Während ich von meinem ersten Thunfisch-Fang träume, ist in “meinem” Schlafzimmer reger Durchgangsverkehr, aber davon bekomme ich rein gar nichts mit

Leider bleiben meine kostengünstigen Übernachtungen doch nicht unbemerkt und am nächsten Morgen werde ich vom Barbesitzer herzitiert. Er wirft mir sogleich vor, ich nütze ihn aus und sei ihm 650 Simoleons schuldig für Kost und Logis der letzten Tage. Sag mal, spinnt der? Wenn ich 650 Simoleons übrig hätte, hätte ich schon längst ein eigenes Bett und eine Toilette. Pah! Der hat sie doch nicht mehr alle. Ich sag ihm, er soll sich seine 650 Simoleons sonst wo hin und haue ab…

Nach der Schule fahre ich erst mal nach Hause. Also, in mein richtiges Zuhause, das ohne Bett, Kühlschrank und Toilette. Als ich aber aus dem Schulbus steige, kann ich meinen Augen kaum trauen. Was ist denn das?

Da hat doch tatsächlich jemand eine Toilette mit Dusche bei mir aufgestellt! Ich glaub’s nicht! Wie komme ich denn dazu? Während ich noch überlege, ob wohl Nadine ein schlechtes Gewissen plagte oder meine andern beiden Tanten Mitleid mit mir hatten, klingelt mein Handy. Es ist meine neue Freundin Lilja. Sie fragt, ob das Klo angekommen sei. Das Klo? Ist das etwa von dir? Nein, von meinem Dad, antwortet sie. Sie hätte ihm meine schwierige Lage geschildert. Ihr Dad sei Bauunternehmer und hätte vor kurzem eine Baustelle in Selvadorada geleitet. Von da sei dieses Klohäuschen noch übrig. Oh wow! Ein Klohäuschen aus Selvadorada. Da wollte ich schon immer mal hin. Und jetzt kann ich Selvadorada-Luft in meinem Klo schnuppern. Wobei, naja, da wird es eher riechen, wie in jedem andern öffentlichen Klo auch. Aber egal, Hauptsache, es haben sich keine Spinnen und Schlangen eingenistet. Ich bin Lilja so unendlich dankbar, aber sie hat noch eine andere grosse Überraschung für mich. Sie hat mich in den Club “Chill-Out” eingeladen! Wie cool ist das den? Ich soll sofort rüber kommen, ins Club-Häuschen, die Versammlung starte gleich

Ich mache mich sofort auf den Weg. Ich erwartete einen kleinen Schuppen, mehr nicht und bin total geplättet, als ich im Club ankomme. Die Stimmung ist schon richtig gut, die Leute sind am tanzen, oder an der Bar. Und haltet euch fest, es gibt ein Toilettenhäuschen, einen Kühlschrank und da hinten steht sogar ein Zelt. Nachdem Lilja mir alles gezeigt hat, meint sie zu mir, ich soll mich hier wie zu Hause fühlen und könne so lange bleiben, wie ich wolle. Ich könnte sie knutschen, echt. Sie ist die Beste!

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